Hinterlasse einen Kommentar

Hommage

göttin, jägerin, gejagte und eigene wege gehende… images5

Die Katze
In meinem Hirn, als wär’s ihr eigner Raum,
Schleicht auf und nieder auf der weichen Tatze
Geschmeidig sanft die schöne, stolze Katze.
Und ihrer Stimme Tun vernimmt man kaum.

So zart und heimlich ist ihr leis‘ Miauen.
Und ob sie zärtlich, ob sie grollend rief,
Stets ist der Klang verhalten, reich und tief
Und Zauber weckend und geheimes Grauen.

Die Stimme, die schwere Perlen sank
In meines Wesens dunkle Gründe nieder,
Erfüllt mich wie der Klang der alten Lieder,
Berauscht mich wie ein heißer Liebestrank.

Sie schläfert ein die grausamsten Verbrechen,
Verzückung ruht in ihr. Kein Wort tut not,
Doch alle Töne stehn ihr zu Gebot
Und alle Sprachen, die die Menschen sprechen.

Auf meiner Seele Saitenspiel ließ nie
Ein andrer Bogen so voll Glut und Leben
Die feinsten Saiten schwingen und erbeben,
Kein anderer so königlich wie sie,

Wie deine Stimme, rätselvolles Wesen,
Seltsame Katze, engelsgleiches Tier,
Denn alles, Welt und Himmel, ruht in ihr,
Voll Harmonie, holdselig und erlesen.

(Charles Baudelaire 1821-1867)

Liebeserklärung an meine Katze…

Es gibt nichts schöneres…
… als eine selig schlafende Katze
… als das Schnurren einer glücklichen Katze
… als dieses seidige Fell zu streicheln
… als eine Katze beim Spielen zu beobachten
… als Katzenaugen, die Dich liebevoll angucken
… als ein wunderschöner, geschmeidiger Katzenkörper
… als eine glückliche Katze, die sich in der Sonne wälzt
… als diese weichen, warmen Kissen an ihren Pfötchen zu streicheln
… als eine Katze beim Erwachsen und Alt werden zu begleiten
… als einer sturen Katze mit ihrem bockigem Blick mal wieder nachzugeben
… als dieser dankbare und liebevolle Blick, wenn man sie mal wieder gesund gepflegt hat… ja,
… als ein wunderbares Lebewesen, genannt „Katze“…

Was ist eine Katze?

Katzen tun was sie wollen.
Sie hören die fast nie zu.
Ihre Reaktionen sind absolut unvorhersehbar.
Sie jammern, wenn sie unglücklich sind.
Wenn du spielen willst, wollen sie alleine sein.
Wenn du alleine sein willst, wollen sie spielen.
Sie erwarten von dir, dass du sie bei jedem kleinen Mucks bewirtest.
Sie sind launisch.
Sie lassen ihre Haare überall.
Sie treiben dich in den Wahnsinn und kosten dich ein Vermögen.

Schlussfolgerung:
Katzen sind winzigkleine Frauen in teuren Pelzmänteln.

Der Hund denkt: Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich – sie müssen Götter sein!

Die Katze denkt: Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich – ich muss eine Göttin sein!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: