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Wie sieht eine verantwortungsvolle Katzenzucht aus?

Vorab, es gibt natürlich schwarze Schafe unter den Katzenzüchtern, ganz klar. Aber anhand einiger weniger Individuen einer ganzen Gruppierung einen Stempel aufzudrücken, wäre unfair und falsch.

O Wurf mit 4 Wochen

Wie es in einer verantwortungvollen Cattery aussieht und abläuft können sich Leute, die nicht in der “Szene” sind, kaum vorstellen. Katzenzüchten ist nämlich viel mehr, als nur Katzenbabies zu produzieren und zu verkaufen. Bevor man überhaupt über Katzenbabies nachdenken kann, muss man sich nach den perfekten Elterntieren umschauen. Diese sind getestet auf alle vererbbaren Krankheiten, haben einen aktuellen Impfstatus und sämtliche Tests auf Krankheiten, die für die Elterntiere oder die Kitten in irgendeiner Weise gefährlich sein könnten. Ein verantwortungsvoller Züchter hat kein Problem damit,  unter der Kontrolle eines Katzenzuchtvereins zu stehen.

Das Katzenwohl geht immer über alles andere. Katzen, die sich in der Rolle als Mutter nicht wohl fühlen, werden kastriert. Katzen, die sich in der Gruppe nicht wohlfühlen und woanders besser untergebracht wären, werden kastriert. Katzen die charakterlich “auffällig” sind, werden nicht zur Zucht eingesetzt und kastriert (der Charakter wird bis zu einem bestimmten Grad weitervererbt. Nur wer mit charakterlich einwandfreien Tieren züchtet, hat später glückliche Kittenbesitzer). Katzen, die krank sind, werden kastriert (auch wenn das selbstverständlich klingt, es gibt Leute die übergehen das).

Ein richtiger Katzenzüchter fühlt sich für seine “Sprösslinge” ein Leben lang verantwortlich. Katzen, die nicht bei ihren Besitzern bleiben können, werden zurückgenommen und entweder so lang betreut, bis der Besitzer sie wieder versorgen kann, oder sie werden in ein gutes Zuhause weitervermittelt. Diese Tiere landen nie im Tierheim!

Das ist der Idealfall!

 

Was bringt die Katzenzucht in Verruf?

Verschiedene Dinge können dafür sorgen, dass die Katzenzucht als solches einen negativen Ruf bekommt. Insbesondere die schwarzen Schafe unter den Vereinszüchtern und die Schwarzzüchter sorgen dafür, dass die Katzenzucht als solches von Außerhalb kaum ernst genommen wird.

Schwarze Schafe bei den Vereinszüchtern?

Diese gibt es durchaus! Die Katzenzüchterszene ist keine Gemeinschaft in der Friede Freude Eierkuchen herrscht. Im Gegenteil. Nirgendwo habe ich bisher mehr Hass, Neid und Intrigen erlebt, als dort. Gewisse Rassen sind “überlaufen” dort ist es besonders schlimm. Es gibt mehr Katzenbabies als Interessenten. Die Züchter unterbieten sich deshalb regelmäßig mit ihren Abgabepreisen. Da die normalen Abgabepreise mit viel Glück die Kosten der Züchter decken, müssen sie diese natürlich reduzieren. Es wird auf wichtige Gesundheitsvorsorge verzichtet und mit Katzen, die nicht zur Zucht geeignet sind, weitergezüchtet, denn sie sind in deren Augen ja “Kapital”.

Verantwortungsvolle Züchter würden in diesem Fall die Zucht einschränken. Das Katzenwohl geht über die Züchterinteressen. Immer!

Mit Schwarzzüchtern verhält es sich anders. Bei ihnen handelt es sich meiner Erfahrung nach oft um Hausfrauen, die ohne große Kenntnisse nen schnellen Euro verdienen wollen. Die Katzen erfahren keine Gesundheitsvorsorge, es wird aufeinandergesetzt, was gerade da ist. Mit Exotischen Rassemixnamen werden diese Tiere wie auf einem Basar in diversen Kleinanzeigenmärkten zu niedrigen Preisen angepriesen. Niedrige Preise sollte man in dem Fall nur als Vergleich zu den üblichen Preisen verstehen, die ein regulärer Züchter nimmt. Wenn man nämlich mal zusammenrechnet, was so ein Schwarzzüchter an Ausgaben hat, dann hat er da fast 100% Gewinn an jeder Katze. Er nimmt dafür aber auch Krankheit und Tod der Katzen in Kauf. Nachdem sie die Katzen verschachert haben, sind sie meist nicht mehr erreichbar für den Käufer. Das hat seinen Grund, denn diese Katzen bringen nicht selten ansteckende Krankheiten und Parasiten mit ins Haus. Im schlimmsten Fall sogar Erbkrankheiten, was bedeutet, dass die Katzen entweder lebenslang Medikamente schlucken müssen oder eine geringe Lebenserwartung haben.  Von Zucht mag ich da gar nicht mehr reden. Massenproduktion trifft es da wohl eher.

 

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